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Bodo Stade zu den Ambitionen Albigs

Kommentar Bodo Stade zu den Ambitionen Albigs

Gerade mal drei Jahre hatte es Torsten Albig im Amt des Kieler Oberbürgermeisters gehalten. Dann wechselte er als Ministerpräsident in die Landespolitik – und handelte sich den wenig schmeichelhaften Ruf des politischen Job-Hoppers ein. Nun kehrt er gewissermaßen zurück und greift nach der Direktkandidatur im Wahlkreis Kiel-Nord.

Nötig hat er das nicht. Albig darf davon ausgehen, dass er auch 2017 als Spitzenkandidat der SPD in den Landtagswahlkampf ziehen soll. Sein Interesse an einem Wahlkreis macht aber deutlich, dass er das auch will. Albig, dem immer wieder nachgesagt wird, dass er sich eigentlich zu Höherem berufen fühlt, sucht sehr bewusst die politische Bodenhaftung. Wo gelänge ihm das besser als dort, wo er zu Hause ist und wo die SPD traditionell stark ist. Heide Simonis, die im Wahlkreis-Ost jahrzehntelang Traumergebnisse holte, lässt grüßen.

Hinzu kommt die Gunst der Stunde. Rolf Fischer wird nicht mehr antreten. Der Wahlkreis ist verwaist. Der Regierungschef muss niemanden verdrängen. Zwei Fragen bleiben. Erstens: Wie stark kann ein Landtagsabgeordneter für die Interessen seines Wahlkreises kämpfen, wenn er zugleich Ministerpräsident für ganz Schleswig-Holstein ist? Und zweitens: Wie groß ist jetzt der Druck auf die beiden verbliebenen Direktkandidaten? Will die Kieler SPD 2017 nicht mit drei reifen Herren antreten, müssen die anderen Wahlkreise neu besetzt werden. Wie wäre es denn mal wieder mit einer Frau, liebe Genossen?

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