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Christian Hiersemenzel zum CDU-Kandidaten Liebing

Kommentar Christian Hiersemenzel zum CDU-Kandidaten Liebing

Gesichert ist Ingbert Liebings Führungsrolle in der Landes-CDU noch lange nicht. Daran ändert auch ein Positionspapier nichts, das alle parteipolitischen Ziele bis zur Landtagswahl im Mai 2017 dem Thema Sicherheit unterordnen will und erkennbar vom neuen Landesgeschäftsführer Axel Bernstein geprägt wurde.

Der konservative Abgeordnete aus Segeberg-Ost ist im Landtag für Polizeithemen zuständig – und Liebings heißer Draht in eine Fraktion, deren Mehrheit sich lieber um den liberalen Chef Daniel Günther schart. Der glänzte am Wochenende durch Abwesenheit, obwohl es von Eckernförde nach Rendsburg eigentlich ein Katzensprung gewesen wäre. Günther wisse, dass er rhetorisch besser sei, und tauche deshalb zu möglichst wenigen gemeinsamen Terminen auf, sagen Parteifreunde hinter vorgehaltener Hand. Man wolle die weiter schwelende Diskussion nicht unnötig anfachen.

Das hat gute Gründe. Noch immer überlegen Strippenzieher, ob Günther für das Amt des Spitzenkandidaten nicht doch die bessere Alternative wäre. Es gibt eine Wahl zu gewinnen. Ein wenig lustlos sei die Diskussion am Wochenende verlaufen, sagen Parteifreunde. Einen echten Beschluss habe es gar nicht gegeben, und auch die Teilnehmerzahl habe sich in Grenzen gehalten. Bis zum 13. März, dem Wahlsonntag in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, wollen Kritiker die Füße stillhalten. Dann aber muss sich die Nord-CDU endlich entscheiden, ob sie Liebing folgen will.

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Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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Foto: Drei Männer, die sich verstehen: Ehrengast Peter Altmaier (Mitte) glaubt, Ingbert Liebing (links) wäre „ein hervorragender Ministerpräsident“. Auch Johann Wadephul (rechts) fand Worte des Lobes für Schleswig-Holsteins CDU-Chef.

„Wer, wenn nicht wir, sollten den Menschen Orientierung geben – gerade jetzt, in Zeiten wie diesen?“ Die Sorge um innere Sicherheit prägt ein Positionspapier, mit dem Schleswig-Holsteins CDU-Chef Ingbert Liebing seine Partei in die Landtagswahl 2017 führen will.

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