9 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Christian Hiersemenzel zum Handyverbot

Kommentar Christian Hiersemenzel zum Handyverbot

Da mögen manche Pädagogen und Eltern noch so sehr die Stirn runzeln: Das Handy gehört heute für Kinder und Jugendliche genauso selbstverständlich zum Alltag wie die Zahnbürste, die Jeans und das Fahrrad. Eine Leben ohne Mobiltelefon ist möglich, aber sinnlos – weil das Smartphone von heute eben so viel mehr fantastische Möglichkeiten bietet, als bloß damit zu telefonieren.

Insofern ist ein grundsätzliches Verbot auf dem Schulgelände kaum mehr als ein hilfloser Versuch, einen vermeintlichen Störenfried auszuschließen.

Klar, das Handy wird schnell zum Konzentrationskiller. Es kann mit seiner Kamera missbraucht werden, und sein ungehemmter Zugang zum Internet bringt Minderjährige an den gesamten Schmutz der modernen Welt. Wie die Eckernförder Jungmannschule allerdings zu behaupten, dass elektronische Geräte „den Bildungsauftrag der Schule und den Lernerfolg behindern“, wäre eine pädagogische Bankrotterklärung. Die Kieler Nachrichten haben kürzlich unter Schirmherrschaft von Bildungsministerin Britta Ernst mit ihrem Projekt NetRace an den Schulen des Landes eine kompetent angeleitete Internetrecherche gefördert.

Ähnlich wie beim Computer geht es beim Handy schon lange nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie. Und das sollte bitte intelligent sein. Der Vorstoß der Piraten trifft einen Nerv.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus KN-Kommentare 2/3