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Christian Hiersemenzel zum Schülerbesuch bei Albig

Kommentar Christian Hiersemenzel zum Schülerbesuch bei Albig

Ganz beiläufig hat der Ministerpräsident ein heißes Eisen angefasst, und dabei verfolgt Torsten Albig wirklich die allerbesten Absichten: Wenn es beim Umgang mit Flüchtlingen um die Vermittlung von Deutschkenntnissen geht, ist zunächst jeder von uns gefragt, seine natürlichen Kompetenzen als Muttersprachler zur Verfügung zu stellen.

Direkter Kontakt ist dafür die Voraussetzung, und um nichts Geringeres geht es den Schülern bei ihren Vorschlägen, wie Integration in Schleswig-Holstein gelingen kann. Der Regierungschef war so klug, die jungen Leute als Berater in sein Kabinett einzuladen und ihnen keine Denkverbote aufzuerlegen. Das trägt frische Ideen ins politische Establishment, das sonst viele Rücksichten nehmen muss.

 Die Projekte, die die Schüler aus Heikendorf und Neumünster am Dienstag vorgeschlagen haben, schaffen Gelegenheiten für ein Miteinander, ohne dass sich Freiwillige übermäßig lange einer Sache verpflichten müssen. Sie bauen wie selbstverständlich den Einsatz digitaler Medien ein. Und sie setzen darauf, dass Integration über Sprache erfolgt – spielerisch, ohne große Hürden. An dieser Stelle wird man genau unterscheiden müssen: Für den Unterricht von „Deutsch als Zweitsprache“ sind auch künftig selbstverständlich professionell geschulte Fachkräfte nötig. Es kann aber nicht schaden, wenn sich die ganze Gesellschaft einbringt, diese Kenntnisse weiter zu vertiefen. Dann geht’s nämlich schneller.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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