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Christian Hiersemenzel zur Digitalisierung an Schulen

Kommentar Christian Hiersemenzel zur Digitalisierung an Schulen

Man kann noch immer ganz hervorragenden Unterricht geben, wenn man mit seinen Schülern kein einziges Mal die Computerwelt betritt. Schiller und Goethe, Dreisatz und Pythagoras, Aufbauten von Wirbelsäulen und Blütenpflanzen, englische If-Sätze und Französische Revolution: Alles das ist auch im Jahr 2016 mit schlichten Schulbüchern und Materialsammlungen vermittelbar, mit Exkursionen, Experimenten und Diskussionen.

Aber mal ehrlich: Außerhalb der Schulgebäude sind die virtuellen Möglichkeiten längst selbstverständlich geworden – so sehr, dass mittlerweile selbst konservative IT-Verweigerer fortgeschrittenen Alters an den Volkshochschulen Kurse für PC-Neulinge besuchen. Wieso ausblenden, was längst zu unserem Alltag gehört? Ein lockerer, selbstverständlicher Umgang von Schule und digitalen Medien gehört einfach dazu.

Es ist nur konsequent, wenn Bildungsministerin Britta Ernst das Budget für nachhaltige Medienprojekte an Schleswig-Holsteins Modellschulen erhöht. Berater sind dabei eine wichtige Instanz, weil der Schulungsbedarf längst nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen vorhanden ist, sondern leider oft auch bei den Pädagogen. Ernst wies zu Recht darauf hin, dass sich andere Arbeitnehmer viele Kenntnisse im Berufsalltag aneignen. Diese Chance sollte auch Lehrern gegeben werden. Wenn dann noch die Technik stimmt und das WLAN nicht gleich zusammenbricht, nur weil sich zehn Teilnehmer auf einmal einwählen, ist wieder ein wichtiger Schritt in Bildung der Zukunft gegangen.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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