20 ° / 16 ° Sprühregen

Navigation:
Christian Hiersemenzel zur Inklusion

Kommentar Christian Hiersemenzel zur Inklusion

Wie schön wäre es doch, wenn man für Geld die Zeit zurückdrehen könnte. Dann würde Schleswig-Holsteins Bildungsministerin gewiss ein paar Millionen Euro zusätzlich in die Hand nehmen, das Land ins Jahr 2012 zurückbeamen, an der Uni Flensburg das Institut für Sonderpädagogik personell aufstocken und ein paar 100 Spezialisten mehr ausbilden, um ein fruchtbares gemeinsames Lernen von Schülern mit und ohne Behinderung zu garantieren.

Geht aber leider nicht. So dass die SPD-Politikerin mit dem leben muss, was sie 2014 bei Amtsantritt vorgefunden hat. Man sollte dankbar sein: Geld jedenfalls hat Britta Ernst für ihre ehrgeizigen Ziele reichlich. 20, vielleicht 25 Millionen Euro dürfte es kosten, um Schulen im Sinne einer gelungenen Inklusion mit zusätzlichem Personal auszustatten. In der Landespolitik bestritt am Montag niemand, wie nötig ein solcher Schritt ist – ein untrügliches Zeichen dafür, wie klug es war, die Expertise eines bundesweit anerkannten Fachmannes vorzuschalten.

Dass aber nicht nur die Opposition, sondern auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft auf die nötige Qualifikation hinwies, für die Schulassistenten kein Ersatz sind, deutet auf die Schwachstelle des Konzeptes hin. Allein, was nützt es? Die Kinder wollen jetzt so gut wie möglich unterrichtet sein. Die Ministerin setzt deshalb zu Recht auf Pragmatismus und stampft für Lehrer einen Zusatzlehrgang aus dem Boden. Das klappt bei Deutsch als Zweitsprache auch recht gut.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

Gewinnspiele

Kostenlos mitmachen
und mit etwas Glück
jetzt gewinnen!

Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Anzeige
Mehr aus KN-Kommentare 2/3