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Christian Longardt zur Rocker-Affäre

Kommentar Christian Longardt zur Rocker-Affäre

Damit erst gar keine Missverständnisse aufkommen: Peter B. ist ein gefährlicher Verbrecher, die Gewalt der Bandidos Neumünster gab genug Anlass, ein Verbotsverfahren anzustoßen; und die Polizei tat gut daran, die schweren Jungs mit allen legalen Mitteln zu bekämpfen.

Was jetzt aber Stück für Stück herauskommt, lässt den Schluss zu: In der Soko Rocker und der damaligen LKA-Leitung hat man sich rechtswidriger Methoden bedient. Neonazi B. mag noch so ein übler Finger sein: Die Aussage, dass er nicht zugestochen haben soll, musste zwingend der Justiz vorgelegt und im Prozess bewertet werden.

Der Bund der Kriminalbeamten hat ernsthaft erklärt, unsere Recherchen in der Sache würden die Polizisten im Lande diskreditieren. Wahr ist das Gegenteil: Wer so vorgeht wie der Leiter der Soko Rocker und der damalige LKA-Vize Ralf Höhs, der beleidigt die mehr als 6000 rechtschaffenen Polizistinnen und Polizisten in Schleswig-Holstein, die sich an Gesetze halten und den Eid auf die Verfassung geschworen haben – nicht auf den Landespolizeidirektor.

Schwer vorstellbar, dass der damalige CDU-Innenminister Klaus Schlie die Vorgänge um Peter B. und den hochrangigen Spitzel bei den Bandidos nicht kannte. Schlie betrieb damals energisch das Vereinsverbot, brauchte dringend Erfolge im Anti-Rocker-Kampf. Auch im Interesse des gerade wiedergewählten Landtagspräsidenten sollte die Affäre restlos aufgeklärt werden.

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