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Detlef Drewes zur Digital-Offensive der EU

Kommentar Detlef Drewes zur Digital-Offensive der EU

Der digitale Binnenmarkt ist kein Spielplatz. Es geht um mehr als hochauflösende Spiele und YouTube-Videos, die ohne Ruckeln auf jedem Rechner laufen. Die völlig zerklüftete europäische Internet-Realität hat sich zu einem ernsthaften Hindernis für die Wirtschaft entwickelt. All das, was man inzwischen als „Industrie 4.0“ bezeichnet, ist ohne einen homogenen und offenen digitalen Binnenmarkt nicht denkbar. Die EU-Kommission versucht mit ihrem Katalog jetzt gegenzusteuern. Ein Anfang, mehr aber nicht.

Denn es genügt nicht, sich beispielsweise über die Frage von europäischen Suchmaschinen oder Cloud-Lösungen Gedanken zu machen. Der Verbraucher erlebt ebenso wie der Geschäftsmann ein völlig zerrissenes Europa, in dem die Datenverbindung bei jeder Fahrt mit dem Zug durch einen Tunnel abreißt und in manchen Regionen noch Steinzeit-Modems verzweifelt versuchen, den Anschluss an die Welt von morgen zu schaffen. Der Breitbandausbau ist selbst für Deutschland ein ungelöstes Thema, weil man Illusionen nachhängt – beispielsweise der, dass das Hochgeschwindigkeitsnetz auch künftig nichts kosten darf und das Erwirtschaften von Gewinnen im Netz irgendwie unanständig ist.

Das Internet von morgen wird schnell sein, hochqualifizierte Leistungen erbringen, die durch ein Urheberrecht auf hohem Niveau geschützt werden, um Kreativität und Dienstleistung nicht zu einer brotlosen Kunst zu machen. Und es sollte von Suchmaschinen bestimmt werden, die nicht für Werbung instrumentalisiert werden.

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