3 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Florian Hanauer zur Holstein Tribüne

Kommentar Florian Hanauer zur Holstein Tribüne

Eigentlich ist es eine tolle Szene: Hunderte Holstein-Fans sind vom Pokalspiel ihres Aufsteigers gegen Braunschweig so begeistert, dass sie zu hüpfen beginnen, mehr und mehr, so sehr und ausdauernd, dass die gesamte Tribüne zu beben beginnt.

Voriger Artikel
Christian Trutschel zum SKK
Nächster Artikel
Frank Behling zum Wachstum im Kieler Hafen

Diese Verformung auf dem oberen Stehrang des Blockes H bereitete am Freitagabend massive Probleme.

Quelle: Picasa

Diese Freude sei ihnen gegönnt, doch die Konstruktion scheint damit überfordert zu sein. Offensichtlich ist die Statik der gerade erst umgebauten Westtribüne nicht ganz so stabil, wie man gedacht hatte. Natürlich schwingen derartige Stahlbauwerke leicht mit, wenn sich viele Fans bewegen. „Hüpfverbote“ gibt es übrigens auch in anderen Stadien, wie etwa in Magdeburg. Doch solche Verbote sind für die Besucher wenig vertrauenserweckend. Und der Fall wird brenzlig, wenn es stimmt, dass die Probleme schon vor dem Anpfiff bekannt waren.

 Bei aller Freude über die Erfolge des neuen Zweitligisten: Die Besucher müssen sich darauf verlassen können, dass das Stadion so sicher ist, wie der Verein behauptet. Gerade nach dem Aufstieg muss dieses Vertrauen gewahrt bleiben. Deshalb drängt die Zeit. Die Probleme müssen aufgeklärt werden, bautechnisch muss die Tribüne in einen sicheren Zustand gebracht werden, etwa durch eine Verstärkung. Die Verantwortung ist klar: Wenn der Verein und die Stadt Kiel dabei finanziell an Grenzen gelangen, muss das Land einspringen. Das ist seine Pflicht, denn zur Sicherheit im Stadion gibt es keine Alternative.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus KN-Kommentare 2/3