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Frank Behling zu den Kanalschleusen

Kommentar Frank Behling zu den Kanalschleusen

Der Nord-Ostsee-Kanal bekommt jetzt endlich die Aufmerksamkeit, die eine Wasserstraße mit einem Transportaufkommen von mehr als 90 Millionen Tonnen pro Jahr verdient. 25 Jahre nachdem das Bundesverkehrsministerium den Kanal unter Verweis auf die damals sinkenden Umschlagzahlen im Ostseeraum quasi aufs Abstellgleis stellte, geht es Schlag auf Schlag.

Die Triebfeder ist klar: Die Wirtschaft rund um die Ostsee wächst. Das zieht zwar noch keine Millionen aus dem Bundeshaushalt, aber es zieht Forderungen aus anderen Teilen Deutschlands nach einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur nach sich. Tatsache ist auch, dass für die deutschen Nordseehäfen der Kanal die beste Anbindung an die Boomregion ist. Selbst aus Bayern und Baden-Württemberg werden Güter über Hamburg und Rotterdam in die Ostsee verschifft.

 Den Kanal-Planern kommt dabei zugute, dass das Drama um die Schleusen in Brunsbüttel auch in Berlin noch nachwirkt. Der Kollaps hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Das soll sich bei der Sanierung der beiden großen Schleusenkammern in zehn bis 15 Jahren in Kiel nicht wiederholen. Deshalb wurde das Konzept des Ersatzneubaus jetzt im Bundesverkehrsministerium genehmigt. Damit hat Kiel bald zwei leistungsfähige neue Schleusenkammern. Darauf hätte vor einem Jahr in Kiel noch niemand zu hoffen gewagt. Das zeigt, dass beim Thema Nord-Ostsee-Kanal endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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