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Frank Behling zum Export von Kriegsschiffen nach Israel

Kommentar Frank Behling zum Export von Kriegsschiffen nach Israel

ThyssenKrupp Marine Systems setzen ihren Kurs im Marineschiffbau fort. Die Werft in Kiel ist neben der Meyer-Werft in Papenburg heute eine der beiden Säulen der deutschen Werftindustrie. Beide haben zusammen mehr als die Hälfte des Auftragsvolumens aller deutschen Werften in ihren Auftragsbüchern. Mehr als sechs Milliarden Euro sind es allein bei TKMS in Kiel. Sind die Kieler Schiffbauer damit Händler des Todes?

Der Wunsch, ausgerechnet 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und 25 Jahre nach der Wiedervereinigung keine Waffen mehr zu exportieren, ist verständlich. Doch das wirkliche Leben sieht anders aus: Noch nie wurden weltweit so viele Konflikte begonnen und geführt wie heute. Weite Teile des Nahen Ostens und der arabischen Halbinsel sowie Afrikas liegen in Trümmern. Die Folgen dieser meist aus religiösen Motiven geführten Konflikte sind an den Küsten des Mittelmeers in Form der Flüchtlingsströme sichtbar. Mit dem Jemen versinkt gerade der nächste Staat in Gewalt und Terror. Deshalb müssen die Nationen des Westens alles daran setzen, die verbliebenen Staaten in der Region zu stabilisieren.

Ein wichtiges Mittel ist dabei der Export von Marineschiffen. Wer die Küsten und Seewege kontrolliert, der kontrolliert auch den Nachschub für die Kriege an Land. Die Gefahren für den Frieden tragen dort die Namen Boko Haram, Huthi, Hisbollah oder IS. Sie verbreiten Angst und Schrecken und verursachen Flucht und Vertreibung. Wenn man diese Kräfte eindämmt, löst man auch einen Teil der Ursachen von Flüchtlingsströmen.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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