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Frank Behling zum Wachstumspotenzial des Hafens

Kommentar Frank Behling zum Wachstumspotenzial des Hafens

Freud und Leid liegen bei den Häfen an der Ostsee traditionell dicht beieinander. Während Lübeck von Jahr zu Jahr Federn lässt, gewinnt Kiel Marktanteile. Vor 15 Jahren war es genau andersherum: Damals drohte der Landeshauptstadt als Handelshafen der Absturz. Jetzt die Trendwende.

Kiel ist damit aber noch lange nicht der bessere Hafen. Die Landeshauptstadt profitiert heute jedoch stärker von Faktoren, die noch vor 15 Jahren keine große Rolle spielten. Damals war der Straßenverkehr beim Gütertransport alternativlos. Reihen schwerer Lastwagen dominierten das Bild auf der A1 bei Lübeck. Inzwischen ist der Straßentransport teurer geworden. Dadurch ist das Schiff als umweltfreundlicheres Verkehrsmittel angesichts der besseren Tonnen-Kilometer-Bilanz beim CO 2-Ausstoß stärker in den Fokus geraten. Der Slogan „From Road to Sea“ zeigt Wirkung. Und genau hier kann Kiel mit seiner Lage am Nord-Ostsee-Kanal punkten. Mehr Güter werden von Schiff zu Schiff umgeladen. Diese Drehscheibenfunktion Kiels an der Schnittstelle zu den Schifffahrtsrouten zur Nordsee, nach Skandinavien und ins Baltikum ist ideal.

Lübeck wird aufgrund alter Handelswege beim Umschlag noch eine Weile vor Kiel bleiben. Die Landeshauptstadt hat jedoch die größeren Wachstumspotenziale. Die Hafenkooperation zwischen Kiel, Brunsbüttel und Hamburg bietet neue Chancen. Wichtig ist, dass Kiel für den Hafen Perspektiven schafft. Dazu gehören auch das MFG5-Gelände oder das Gemeinschaftskraftwerk.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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