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Frank Behling zum digitalen Wandel in der Seefahrt

Frank Behling zum digitalen Wandel in der Seefahrt

Die Schifffahrt ist im Umbruch. Die Digitalisierung greift immer tiefer in den Bordalltag ein. Schon heute kann aus Reederei-Zentralen an Land rund um die Uhr der Betrieb an Bord in Bild und Ton oder Bits und Bytes überwacht werden.

Ob Gespräche auf der Brücke oder die Temperaturen der Zylinder der Hauptmaschine, fast alles lässt sich via Satellit überwachen. Und die Reeder und Wissenschaftler wollen mehr.

 2020 soll das erste komplett unbemannte Frachtschiff in Fahrt kommen. Derzeit liefern sich Wissenschaftler und Ingenieure aus verschiedenen Nationen einen Wettkampf um die Realisierung. Technisch ist es kein Problem, wie Versuche mit Militärschiffen gerade beweisen. Kann also der Roboter den Menschen auch auf See ersetzen? Ein klares Nein ist die Antwort. Es wird immer Schiffe geben, in denen aus Gründen der Sicherheit Menschen an Bord gebraucht werden. Ein Kreuzfahrtschiff mit 4000 Menschen ist ohne Besatzung genauso wenig vorstellbar wie ein Airbus mit 400 Passagieren ohne Piloten im Cockpit. Gleichwohl lässt sich mit mehr Automation und Digitalisierung ein Teil des Nachwuchsproblems in der Schifffahrt lösen. Wenn Aufgaben von der Besatzung an Land verlagert werden, kann Personal reduziert werden. Zum Beispiel bei der Überwachung der Ladung und der Wahl der Routen. Dann können sich Seeleute wieder stärker auf ihre Kernkompetenz konzentrieren: ein Schiff sicher zu fahren.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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