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Gerhard Müller zur Preisgeld-Premiere auf der Kieler Woche

Kommentar Gerhard Müller zur Preisgeld-Premiere auf der Kieler Woche

Jochen Schümann ist so etwas wie der Boris Becker des deutschen Segelsports und die Kieler Woche das Wimbledon des Segelns. Dennoch scheinen beide, Schümann und Kiel, nicht so recht zueinanderzupassen.

In der Endphase der Suche nach einem Regatta-Standort für die Hamburger Olympia-Bewerbung 2024 sprach sich der dreifache Olympiasieger wegen der besten Bedingungen für Rostock aus und mahnte: „Die Kieler müssen ihre Kieler Woche überdenken, um bessere Olympische Spiele 2024 zu machen.“

Dieser Denkprozess hat begonnen. Erstes Ergebnis: Beim bevorstehenden Seglertreffen im Juni wird es in zehn Klassen Preisgeld für die jeweils besten Drei geben. Diese 60000 Euro kommen aus dem mit zwei Millionen Euro von der Landesregierung gefüllten Topf für die Olympia-Kampagne. Mit diesen Steuermitteln soll das Renommee der Sailing City bis zur Vergabe der Spiele durch das Internationale Olympische Komitee 2017 verbessert werden.

Nette Idee, Umsetzung verbesserungswürdig. Dass mit 60000 Euro nun kurzfristig Top-Segler nach Kiel gelockt werden, ist eher unwahrscheinlich. Die haben ihre Wettkampftermine längst geplant, und die Kieler Woche steht nun mal nicht im Weltcup-Kalender. Das hat mehrere Ursachen, unter anderem nicht kompatible Sponsoren mit dem Weltverband ISAF, die auf beiden Seiten erkannt sind und an deren Behebung gearbeitet wird.

Die Preisgeld-Premiere ist aber immerhin ein Anfang – und sie lässt Steigerungspotenzial für noch bessere Ideen.

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