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Gerrit Sponholz zu Fake News

Kommentar Gerrit Sponholz zu Fake News

Die Polizei in Schleswig-Holstein handelt richtig, wenn sie gegen die Urheber von Fake News vorgeht. Es war höchste Zeit, ein Zeichen zu setzen. Recht und Gesetz haben auch im Internet zu gelten.

Es bietet mit seinen weitgehend unkontrollierten sozialen Medien wie Facebook die ideale Plattform für Menschen, um ungehemmt zu veröffentlichen. Die Wahrheit bleibt oft auf der Strecke. Wie es geht, zeigt uns das unsägliche Lügen-Getwitter von US-Präsident Donald Trump. So weit darf es hierzulande nicht kommen.

Doch leider handeln auch in unseren Gefilden manche Internetnutzer nach dem Motto „Gelegenheit macht Diebe“: Ich kann per Internet Meldungen und Meinungen in die Welt hinausposaunen? Wunderbar, dann mache ich das auch. Ein Stück Profilierungssucht dürfte in solchen Fällen mitschwingen.

Der Spaß endet dort, wo andere Menschen beleidigt werden oder die Arbeit der Polizei behindert oder sogar torpediert wird. Auch der Bund als Gesetzgeber ist gefordert, Rechtsklarheit zu schaffen und sie auch durchzusetzen. Es ist höchste Zeit, denn das Internet ist schon lange kein Neuland mehr.

So schön Facebook, Twitter und Snapchat auch sind: Für die Leser von Nachrichten und Posts ist es schwer zu unterscheiden, was wahr ist und was nicht, was Meinung und was Tatsache. Das können Journalisten besser trennen und aufarbeiten. So viel Eigenlob muss sein: Gut, dass es Zeitungen gibt!

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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Polizei stellt Rechnung
Foto: Die Polizei warnte über ihre Facebookseite vor Falschmeldungen und Panikmache zu einem Familiendrama in Reinsbek (Pronstorf), die unbekannte Bürger bei Twitter und Facebook verbreitet hatten.

Erstmals in Schleswig-Holstein geht die Polizei gegen einen Bürger vor, der über soziale Medien Falschmeldungen verbreitet hat. Der Betreiber eines Facebook- und Twitterprofils soll der Polizei Schadenersatz zahlen. Mit Fake News habe er einen Polizeieinsatz in Reinsbek (Kreis Segeberg) behindert.

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