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Günter Schellhase zu den Blitzern auf der Rader Hochbrücke

Kommentar Günter Schellhase zu den Blitzern auf der Rader Hochbrücke

Lkw-Fahrer und Berufspendler werden sich ärgern, wenn sie auf der maroden Rader Hochbrücke geblitzt werden. Sie haben es meist eilig und fühlen sich abgezockt, sobald ein Ticket im Briefkasten liegt. Aber es ist richtig, dass das Land an dieser Stelle genau aufpasst. Denn je weniger Geschwindigkeitsverstöße festgestellt werden, desto besser ist es für das Bauwerk.

Sollte die Substanz nämlich weiter leiden, müsste möglicherweise das Tempo noch weiter verringert werden. Vielleicht stehen dann in naher Zukunft weitere Instandhaltungsarbeiten mit Spurverengungen an. Auch lange Umleitungen sind nicht ausgeschlossen. Das würde weder Speditionen noch Privatreisenden gefallen. Jeder sollte sich an die täglichen Staus vor zwei Jahren erinnern, als je Fahrtrichtung nur eine Spur zur Verfügung stand.

Wer über die Rader Hochbrücke muss, sollte also verantwortungsbewusst fahren. Die zulässigen Geschwindigkeiten sind bekannt, daran kann sich jeder halten und einen Zeitpuffer einplanen. Besonders Lkw-Fahrer sind gefordert, den Fuß vom Gas zu nehmen, damit der Beton durch die Schwingungen nicht weiter leidet. Es sollte im Interesse jedes Fahrers liegen, dass die Verbindung über den Nord-Ostsee-Kanal möglichst lange geschont wird. Die Situation ist bereits so ernst, dass die Brücke schon im September wieder gründlich überprüft werden muss. Das Ersatzbauwerk über den Kanal steht erst in elf Jahren.

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Günter Schellhase
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Rader Hochbrücke
Foto: Am Montag werden die vier Blitzer-Säulen auf der Rader Hochbrücke nach zehntägiger Testphase scharf geschaltet.

Vier Blitzer auf der Rader Hochbrücke werden ab Montag scharf geschaltet. Wer sich nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit hält, wird zur Kasse gebeten. Mit den Radarkontrollen will das Land besonders die Lkw-Fahrer disziplinieren, um die Substanz der Brücke für die kommenden elf Jahre zu schonen. Bis 2026 soll ein Ersatzbau stehen.

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