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Harald John zum Elektromüll

Kommentar Harald John zum Elektromüll

Am Freitag beginnt in Berlin die Internationale Funkausstellung. Zu sehen gibt es noch kleinere Handys, noch flachere Fernseher, noch mehr unverzichtbare Technik. Der Handel darf sich auf ein dickes Weihnachtsgeschäft freuen, schließlich konnten die Geschäftsleute zuletzt ein Plus von zwölf Prozent bei Elektro-Kleingeräten verzeichnen. Von den Schattenseiten wird in den Hallen unterm Funkturm keine Rede sein.

Dabei hat Europa ein massives Müllproblem. Mehr als sechs Millionen Tonnen jährlich werden falsch recycelt, ins Ausland gebracht oder weggeworfen. Das bedeutet aber nicht nur, dass wertvolle Rohstoffe auf den Halden landen. Schädlicher noch ist der illegale Export des Elektroschrotts Richtung Afrika, oft durch kriminelle Banden.

Das Problem der illegalen Händler ließe sich durch mehr Druck der Strafverfolgungsbehörden sowie bessere Ausbildung von Polizei, Staatsanwaltschaften und Richtern mildern. Wie aber kann die Ressourcenverschwendung verhindert werden? Schließlich sind zumindest die Deutschen ein Volk von Verwertern und Sammlern. Während 80 Prozent bei Müll, Altglas und Altpapier getrennt werden, fällt die Quote bei Elektroschrott auf 40 Prozent ab. Deshalb könnte ein Pfand auf Computer und Handys der richtige Weg sein, die Wiederverwertung von Elektroschrott sowohl ökologisch wie auch volkswirtschaftlich vernünftig zu regeln.

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Bundesrat
Die große Koalition will erreichen, dass weniger Elektromüll in der Abfalltonne landet.

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