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Heike Stüben zu den Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt

Kommentar Heike Stüben zu den Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt

Nein, nicht alle Flüchtlinge, die zu uns kommen, sind Ärzte oder anderweitig hochqualifizierte Leute. Es sind auch viele darunter, die ohne Ausbildung oder sogar ohne Schulbildung kommen, weil sie dazu keine Chance bekommen haben. Das macht die Integration in den Arbeitsmarkt erheblich schwieriger und teurer. Unmöglich ist sie nicht, wenn man aus den Fehlern der Vergangenheit lernt.

Genau das ist an vielen Stellen zu beobachten. Endlich werden die Integrationskurse schon für Flüchtlinge geöffnet, wenn sie aller Wahrscheinlichkeit nach hier bleiben dürfen. Endlich öffnen sich mehr und mehr Unternehmen für Flüchtlinge. Endlich verfahren Arbeitsagenturen und Verwaltungen weniger bürokratisch. Das zumindest berichten Unternehmer. Endlich wird so schnell wie möglich erhoben, was ein Flüchtling an Ausbildung, Fähigkeiten und Interesse mitbringt. Endlich kann auch die Arbeitsagentur – zumindest erst einmal – Deutschkurse finanzieren.

Notwendig wären aber auch berufsbegleitende Sprachkurse. Es kann nicht sein, dass dies die Firmen organisieren müssen. Und es braucht mehr Alltagshilfen: Es ist gut, wenn ein Unternehmer für seinen irakischen Praktikanten Fotos von Werkzeugen macht und mit arabischer Begriffen versieht. Noch effektiver wäre es, das auf einer Internetplattform für verschiedene Berufe zu sammeln. Die Krise zwingt uns dazu, Bürokratie zu entschlacken und kreative Lösungen zu entwickeln.

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Flüchtlinge
Foto: Arjan Mahmoud hat einen festen Job als Schweißer und Schlosser bei der Henning Dierk GmbH in Wattenbek. Jeden Monat schickt er Geld nach Syrien zu seinen Eltern: „Es gibt keine Arbeit dort, die Lebensmittel sind um das Zehnfache teurer geworden.“

14 Prozent der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein sind Ausländer, ein Großteil Flüchtlinge. Im September waren allein 1360 Syrer arbeitslos gemeldet. Für 2016 wird durch die Flüchtlinge ein Anstieg der Arbeitslosigkeit um 2,5 Prozent erwartet. Deshalb sollen Flüchtlinge nun schneller in Ausbildung und Arbeit kommen.

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