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Heike Stüben zur Altersvorsorge

Kommentar Heike Stüben zur Altersvorsorge

Natürlich finanziert eine Versicherung nicht aus Mitmenschlichkeit, sondern aus Eigeninteresse eine Untersuchung zur Altersvorsorge: Das Image der Versicherungswirtschaft ist angeschlagen, die Niedrigzinspolitik beeinträchtigt die Geschäfte deutlich, da muss man neue Kunden akquirieren.

Dennoch fügt sich die Erhebung in ein Gesamtbild ein: Ob in TV-Diskussionen, in politischen Versammlungen oder auf Demonstrationen zu verschiedenen Themen – immer häufiger geht es auch um die Rentenfinanzierung, Altersvorsorge und steigende Altersarmut. Eines der drängendsten Probleme scheint endlich in den Köpfen anzukommen.

 Mit der eigenen Finanzlage im Alter beschäftigt man sich nur ungern. Zu unübersichtlich die anrechenbaren Zeiten. Zu kompliziert die Rentenberechnung. Zu unverständlich die Besteuerung der Alterseinkünfte. Zu groß die Angst vieler alter Menschen vor der Steuererklärung. Jeder siebte Rentner gibt zu, sich zu wenig mit all dem beschäftigt zu haben. Ebenso viele haben auf falsche Anlagen gesetzt, jeder sechste hätte eine bessere Beratung benötigt. Und die, die noch im Beruf stehen, und es anders machen könnten, resignieren. Das ist gesellschaftlicher Sprengstoff.

 Will die Politik Vertrauen zurückgewinnen, muss die Rentenpolitik auf den Prüfstand. Und: Zu Berufsbeginn und in der Lebensmitte muss Rentenberatung Pflicht werden. Unabhängig und kostenlos.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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