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Heike Stüben zur Diskussion über Wölfe

Kommentar Heike Stüben zur Diskussion über Wölfe

Fast drei Jahre lang überwog die Freude: Der Wolf zeigt sich wieder in Schleswig-Holstein. Doch nachdem ein Schäfer im Kreis Rendsburg-Eckernförde durch einen Wolf mehr als 50 Schafe und Lämmer verloren hat, ist die Stimmung umgeschlagen.

In einem Land, zu dem Schafherden dazugehören und in dem viele Bürger die Nutztiere lieber auf der Weide als in Ställen sehen, wurde plötzlich klar: Der Wolf holt sich die Beute, die er am leichtesten bekommt. Prompt kamen die Geschichten auf, die man aus Gebieten kennt, in denen der Wolf schon länger wieder heimisch ist.

Eine ist die von dem Wolf, der illegal eingeschmuggelt worden ist. Selbst der Ministerpräsident a.D. Peter Harry Carstensen hielt das für denkbar. Auch einige Jäger meinen: So muss es sein. Denn von allein wären die Wölfe nicht über die Wildschutzzäune an Autobahnen gekommen. Und sie hätten bei normaler Einwanderung doch vorher auffallen müssen.

Das ist Humbug. Denn viele der 19 Wölfe, die in Dänemark nachgewiesen wurden, sind auf ihrem Weg durch Schleswig-Holstein auch nicht entdeckt worden. Ist auch kein Wunder bei normalerweise scheuen Tier. Vor allem: Dank des Senckenberg Instituts, an dem alle nachgewiesenen Wölfe anhand von Kot- und anderen Proben genetisch untersucht werden, ist klar, dass alle normal zugewandert sind. Kein einziges Tier stammt aus Populationen, deren Welpen auf dubiosen Märkten angeboten werden.

Die Rückkehr des Wolfes ist eine Herausforderung. Sie erfordert Fachwissen, Geld und Gelassenheit.

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Schleswig-Holstein
Foto: Ingeborg ganz entspannt: Solange Zwei- und Vierbeiner ausreichend Abstand zur Schaf- und Ziegenherde halten, bleibt die Pyrenäenberghündin ruhig liegen. Tagsüber sammeln Herdenschutzhunde Kraft für die Nacht – die Hauptarbeitszeit.

Der Wolf kehrt nach Schleswig-Holstein zurück. Für Naturschützer ist das ein Erfolg, für Nutztierhalter eine Bedrohung. Heike Griem hält 2500 Schafe – mitten im ersten offiziellen Wolfsgebiet des Landes. Angst vor dem Wolf hat die Schäferin nicht. Sie hat ja Ingeborg, Knut und die anderen Herdenschutzhunde.

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