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Heike Stüben zur Sitzung in Suchsdorf

Kommentar Heike Stüben zur Sitzung in Suchsdorf

Es ist gut, dass die öffentliche Diskussion über eine mögliche Flüchtlingsunterkunft in Suchsdorf auf die Sachebene geführt wurde. Man muss über das Für und Wider einer solchen Unterkunft streiten. Man kann aber nicht mit der Haltung in diese Diskussion gehen: Alles, was von offizieller Seite gesagt wird, ist gelogen.

Genau dieser Satz war vor und auch nach der Veranstaltung immer wieder zu hören. Und damit nicht genug. Gerüchte, Hetze bis hin zu Gewalt- und Morddrohungen – was Mitarbeiter der Stadt und Dezernenten inzwischen auch in Kiel über sich ergehen lassen müssen, überschreitet jede Grenze. Wer so agiert, der verwirkt sein Bürgerrecht. Wer dazu nickt, der wirkt mit an der Erosion unserer demokratischen Grundordnung.

 Und nein, es ist auch keine Willkür, wenn der zuständige Stadtrat nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge sucht und sich dabei keine Tabuzonen aufgeben lässt. Er macht seinen Job, und bisher machen er und die vielen Beteiligten in der Stadtverwaltung den ziemlich gut. Menschen, die nach dem Königssteiner Schlüssel Kiel zugewiesen werden, müssen untergebracht und versorgt werden. Punktum. Das ist Gesetzeslage, und das sollte auch selbstverständlich sein. Dass die Stadt Kiel dabei die Mindeststandards einhält und die Menschen nicht irgendwo campieren lässt, ist richtig. Natürlich reicht das nicht für eine Integration. Aber es ist eine Grundvoraussetzung dafür.

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Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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Suchsdorf
Foto: Überbordendes Interesse: Infoveranstaltung zur geplanten Flüchtlingsunterkunft in der Sporthalle Suchsdorf.

1200 Kieler drängten sich in der Sporthalle in Suchsdorf: Sie wollten sich über Pläne der umstrittenen Flüchtlingsunterkunft informieren, ihre Sorgen vor allem um die Sicherheit von Frauen und Kindern loswerden. Nach zwei Stunden waren nicht alle Vorbehalte vom Tisch, sich aber alle auf der Sachebene begegnet.

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