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Heike Stüben zur Vogelgrippe

Kommentar Heike Stüben zur Vogelgrippe

Robert Habeck hat schnell reagiert. Kaum war das H5N8 Virus in verendeten Reiherenten bei Plön nachgewiesen, hat er die Geflügelpestverordnung umgesetzt, fast täglich die Öffentlichkeit über seine Schritte informiert und dem Bundeslandwirtschaftsminister Beine gemacht.

Doch nun wird sein Ruf als Krisenmanager auf die Probe gestellt. Nicht etwa, weil er über seine Kandidatur als Bundesvorsitzender der Grünen seine Landesaufgaben vergessen hätte. Nein, den Bundesparteitag seiner Partei in Münster ließ er schnell sausen und war dort, wo ihn die Schleswig-Holsteiner erwartet haben: an jenen Orten, wo Geflügelbestände nach der Geflügelpestverordnung getötet werden mussten. Bedauerlich, aber alternativlos – das war Habecks Botschaft. Nun grätscht ihm eine Wissenschaftlerin dazwischen.

Was sie formuliert und vor allem nachvollziehbar begründet, wird vielen Menschen gefallen. Weil es argumentativ unterfüttert, was bisher nur ein Gefühl war: dass der Umgang mit der Vogelgrippe rechtlich einwandfrei läuft, aber dennoch hilflos bis übertrieben erscheint. Dass er primär an den Bedürfnissen der Geflügelwirtschaft ausgerichtet ist, die mit dem Stempel „Vorsicht-Geflügelpest“ Nachteile auf dem globalen Markt fürchtet. Doch die konnten auch die strengen Vorschriften nicht verhindern: Etliche Staaten lassen kein Geflügel aus Deutschland mehr hinein. Der Umgang mit der Geflügelpest darf, ja muss diskutiert werden.

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