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Jan von Schmidt-Phiseldeck zur Norla

Kommentar Jan von Schmidt-Phiseldeck zur Norla

Seit 2012 steigt die Zahl der Aussteller auf Schleswig-Holsteins größter Landwirtschafts- und Verbrauchermesse Norla stetig. Trotz der andauernden Krise in vielen Bereichen der Landwirtschaft ist das gerade in diesem Jahr ein starkes Signal: Es zeigt, dass die Branche weiter an sich und ihre Zukunft glaubt.

Welchen Weg die Landwirtschaft dabei gehen muss, um sich tatsächlich wieder zukunfts- und krisensicher aufzustellen, ist schwer zu beantworten. Staatliche Liquiditätshilfen können die aktuelle Not zum Beispiel der Milchviehbetriebe im Norden nur für den Moment lindern, das prognostizierte weitere Höfesterben aber auch nicht aufhalten.

 Weil aber bäuerliche Strukturen ein Land wie Schleswig-Holstein entscheidend prägen – 70 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt – muss ein Umdenken erfolgen. Nicht die Masse, sondern die produzierte Qualität bäuerlicher Produkte muss künftig in den Vordergrund gerückt werden, um sich ein Stück weit von den unkalkulierbaren Weltmarktpreisen abkoppeln zu können.

 Wenn Landwirte und ihre Interessenvertreter Agrarpolitik auch als Gesellschaftspolitik verstehen lernen und sich Stück für Stück einer nachhaltigen Produktion nähern, ist viel gewonnen, auch bei uns Verbrauchern. Eine zielgerichtete Förderung von Landwirten als Pfleger unserer Kulturlandschaft wäre deshalb ein Schritt in Richtung Zukunft.

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Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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