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Jörn Genoux zur Deutschen Bank unter Druck

Kommentar Jörn Genoux zur Deutschen Bank unter Druck

Bank-Manager müssen hart im Nehmen sein. Wer nicht die Zahlen liefert, die Aktionäre erwarten, der hält sich nicht lange ganz oben an der Spitze. Das war früher einmal anders. Aber in der Branche herrscht seit einigen Jahren ein knallharter Wettbewerb.

Und so stellte sich der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, kürzlich auch nicht vor seine beiden Top-Manager. „Es geht bei diesen Fragen um die Zukunft der Institution Deutsche Bank, nicht um die von Individuen,“ sagte er im Mai kurz vor der Hauptversammlung des Instituts in einem Interview. Das ist zwar noch kein Frontalangriff à la Ferdinand Piëch. Aber Rückendeckung sieht anders aus. Und man kann es ihm auch nicht verdenken. Denn ganz im Gegensatz zu Volkswagen steht die größte Deutsche Bank wirklich mit dem Rücken zur Wand.

Staatsanwälte, Steuerfahnder und schlechte Geschäftszahlen sorgen dafür, dass die Bank weiter unter Druck gerät. Die beiden Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen konnten dem bisher nur ein wenig überzeugendes Strategie-Konzept entgegensetzen. Als Quittung gab es kürzlich ein desaströses Ergebnis in der Hauptversammlung: Nur 60 Prozent der Aktionäre stimmten für die Entlastung der beiden. Jain und Fitschen sind zwar nicht für alle Probleme verantwortlich. Aber für deren Lösung schon. Da ist dem Briten John Cryan vielleicht mehr zuzutrauen. Er ist zumindest ein Mann von außen, dem die Durchsetzung des notwendigen Kulturwandels zuzutrauen ist.

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John Cryan soll die Deutsche Bank wieder in die Spur bringen.

Der überraschende Chefwechsel bei der Deutschen Bank lässt Investoren auf ein Ende der Skandale bei Deutschlands größtem Geldhaus hoffen. Der Brite John Cryan müsse sich "das Thema Kulturwandel mal richtig vornehmen", forderte Anlegerschützer Klaus Nieding am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

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