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Jörn Genoux zum Lubinus-Umbau

Kommentar Jörn Genoux zum Lubinus-Umbau

Das Lubinus Clinicum hat bedeutende Schritte hinter sich: 2009 übertrug die Familie Lubinus ihre Anteile auf eine Stiftung; Anfang 2012 wurde das Kieler Elisabeth-Krankenhaus ein Teil der Stiftung. Und zur Jahresmitte desselben Jahres musste die Klinikleitung Sparmaßnahmen einleiten, Gehälter wurden fürs zweite Halbjahr gekürzt, das Weihnachtsgeld gestrichen.

Zum ohnehin hohen Kostendruck im Gesundheitswesen kam hinzu, dass Patienten ausgeblieben waren. Die Klinik rutschte in die roten Zahlen, trotz ihres fraglos hohen medizinischen Standards und ihres gutes Rufs, der weit über Kiel hinaus reicht. Auch wenn es in den folgenden Jahren wieder besser lief: Das Vergütungssystem in der deutschen Medizin ist nicht so ausgelegt, dass Krankenhäuser üppige Gewinne machen können.

Dass die Führung des Lubinus Clinicums vor diesem Hintergrund an seinen seit Jahren geplanten Investitionen festhält, ist daher sicher ein mutiger Schritt. 25 Millionen Euro, von denen die Stiftung 13 Millionen aufbringen muss, sind bei einem Umsatz von um die 50 Millionen Euro eine erhebliche Summe. Aber es gibt zu dem Schritt wohl keine Alternative. Denn wenn die vor 120 Jahren gegründete Klinik überleben will, dann bleibt ihr gar keine andere Wahl. Der Umbau ist überfällig. Und er kann auch eine große Chance sein: Wenn die Baumaßnahmen mit einer umfassenden Prüfung und Neuausrichtung der Strukturen und Arbeitsabläufe verbunden werden.

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25-Millionen-Investition
Foto: Das Lubinus Clinicum will rund 25 Millionen Euro investieren, um Patientenzimmer, Untersuchungs- und Behandlungsräume der größten Unfallchirurgie im Land neu zu gestalten.

Das Lubinus Clinicum steht kurz vor einer der größten Um- und Neubauphasen seiner 120-jährigen Geschichte. Rund 25 Millionen Euro sollen investiert werden, um Patientenzimmer, Untersuchungs- und Behandlungsräume der größten Unfallchirurgie im Land neu zu gestalten. Ab Ende diesen Jahres starten die ersten Vorbereitungen, im Frühjahr 2016 gehen die Bauarbeiten richtig los. Bis Mitte oder Ende 2019 sollen die insgesamt vier Bauphasen bei fortlaufendem Klinikbetrieb am Steenbeker Weg dann abgeschlossen sein.

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