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Jürgen Küppers zu den Kita-Gebühren

Kommentar Jürgen Küppers zu den Kita-Gebühren

Über dem Streit wegen steigender Elternbeiträgen und Klagen der Kommunen über eine mangelhafte Kita-Finanzierung schwebt eine wuchtige Zahl: Mit rund 200 Millionen Euro fördert das Land im laufenden Jahr die Kinderbetreuung, das ist fast doppelt so viel wie 2012.

Im kommenden Jahr sollen noch einmal weitere 16 Millionen hinzukommen. Das müsste doch reichen, mag der gesunde Steuerzahler-Menschenverstand denken. Ob es reicht oder nicht, ist wie so oft in komplizierten Systemen nicht mit einem pauschalen Ja oder Nein zu beantworten. In den unterschiedlichen Rechnungen, die von Kommunen und Land aufgemacht werden, sind die Größen der Zahlen gar nicht so entscheidend. Entscheidend ist die Frage, wem welches Geld für was und wann zur Verfügung steht. Und hier bleiben noch jede Menge Fragen ohne Antwort.

Es ist ja nicht so, dass das Land den Kommunen prall gefüllte Geldtöpfe vor ihre Kita-Türen stellt. Viele zusätzliche Millionen dienen Sonderaufgaben wie Sprachbildung, Versorgung von Flüchtlingskindern oder Betreuungszeiten über den gesetzlichen Anspruch hinaus. Geld dafür kann, muss aber nicht abgerufen werden. Ob dann noch genug bleibt, um nachvollziehbar gestiegene Kosten für Kitas im „Normalbetrieb“ zu decken, könnte nur ein Gutachten zeigen, das nicht von Interessen geleitet ist. Solange es solche „sauberen“ Zahlen nicht gibt, geht das Gezerre weiter – zu Lasten der Eltern.

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Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Kita-Gebühren
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