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Alev Doğan zum Kinder- und Jugendbeirat

Kommentar Alev Doğan zum Kinder- und Jugendbeirat

Das Gerede von der unpolitischen „Null-Bock-Generation“ stimmt schon längst nicht mehr. Wenn es um Umweltschutz oder – ganz aktuell – um das Thema Flüchtlinge geht, ist die Bereitschaft, sich zu engagieren, riesengroß. Aber Kommunalpolitik?

Mehr als 60 junge Kieler wollen auch auf diesem Feld mitmischen und bewerben sich um einen Sitz im ersten Kinder- und Jugendbeirat der Landeshauptstadt. Respekt, denn das kommunalpolitische Engagement ist keine Spielerei, sondern bedeutet auch Arbeit statt Freizeit.

Verantwortung und Geduld sind deshalb wichtig. Denn Versuche, junge Menschen in die Politik einzubinden, hat es schon öfter gegeben. Gescheitert sind sie meist daran, dass die Möglichkeiten am Ende doch nur begrenzt waren. Deswegen darf es jetzt nicht nur bei einer groß angelegten Wahl bleiben. Mit den Forderungen der Nachwuchspolitiker muss sich dauerhaft auseinandergesetzt werden. Aus der Sicht erfahrener Kommunalpolitiker mag das anstrengend sein. Aber den Beirat ernst zu nehmen, ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass der Enthusiasmus der jungen Kieler nicht wieder verpufft.

Umgekehrt müssen auch die Jugendlichen lernen, dass Demokratie ein ziemlich schwieriges Geschäft ist. Wunderdinge darf auch der Junge Rat nicht erwarten. Aber wer, wenn nicht er, könnte ein besseres Sprachrohr für die Belange der Jugendlichen sein?

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Ein Artikel von
Alev Doğan
Volontärin

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Kinder- und Jugendbeirat Kiel
Rund 60 Kinder und Jugendliche treten zur Wahl des Kinder- und Jugendbeirates in Kiel an.

Das Ratsherrenzimmer stand Kopf, die Aufregung war riesengroß: Denn am Donnerstagmittag kamen dort über 50 Kinder und Jugendliche zusammen, um sich vorzustellen. Kiel wählt zum ersten Mal einen Kinder- und Jugendbeirat.

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