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Andreas Geidel zu Karsten Neitzel

Kommentar Andreas Geidel zu Karsten Neitzel

Die Diskussionsforen glühen vor Leidenschaft: Muss Karsten Neitzel, Cheftrainer des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel, bereits nach dem vierten Spieltag der neuen Saison gefeuert werden – oder vielleicht doch nicht?

Vier Punkte aus vier Partien – dieser Schnitt würde am Ende des Spieljahres den Abstieg bedeuten. Und das mit einer Mannschaft, die dank eines auf 4,2 Millionen Euro aufgestockten Liga-Etats aufgerüstet wurde, damit sie um den Aufstieg kämpft. Auf der Gegenseite: Was kann Neitzel dafür, wenn Profis wie Steven Lewerenz freistehend aus fünf Metern vor dem gegnerischen Tor versagen?

In Sachen Taktik, Fitness und Spielkultur zählen die Störche nach Einschätzung der Konkurrenz zu den Top-Teams der Liga. Bestätigt wurden diese Vorschusslorbeeren bislang maximal in Ansätzen. Neitzel muss sich selbst fragen, ob er seine Offensivgarde bei der Kader-Zusammenstellung überschätzt hat. Ob er in seinem vierten Holstein-Jahr noch das Gehör findet, um seinen Schäfchen konstant die Sinne für das Wesentliche zu schärfen.

Gefühlsmäßig stehen die Zeichen auf Scheidung. Sportchef Ralf Becker sagt branchenüblich unverbindlich: „Ich beteilige mich nicht an einer Trainerdiskussion.“ Ein ehrlich gemeinter Treueschwur liest sich anders. Gefragt sind klare Aussagen – heute, spätestens morgen! Denn Schweigen schürt das Misstrauen und nährt einen Verdacht: Wollen die Störche-Verantwortlichen Zeit für die Suche nach einem Neitzel-Nachfolger schinden?

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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0:1 (0:1) gegen Köln
Foto: Holsteins Evans Owusu Nyarko setzte sich im Zweikampf durch.

Wer mit hohen Zielen startet, kann tief fallen. Fußball-Drittligist Holstein Kiel liegt nach der 0:1 (0:1)-Niederlage bei Fortuna Köln zwar noch nicht am Boden, ist aber mit nur vier Punkten aus den ersten vier Spielen und nur einem „Dreier“ (3:1 gegen Lotte) im unteren Mittelmaß angekommen.

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