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Andreas Geidel zum neuen KSV-Präsidenten

Kommentar Andreas Geidel zum neuen KSV-Präsidenten

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat mit der Inthronisierung Steffen Schneekloths zum neuen Vereinspräsidenten einen richtigen, weil logischen Schritt vollzogen.

Schon seit geraumer Zeit berät der 53-Jährige den Störche-Aufsichtsrat in sportlichen Fragen. Von heute an wird aus der inoffiziellen eine an den Erfolgen messbare offizielle Mission.

Sein lange geplanter und zu Jahresbeginn vollzogener Ausstieg aus der Branche der Spielervermittler dürfte auch jene Kritiker besänftigen, die Schneekloth zuvor wegen seines Haupterwerbs bei parallel laufender Vereinshilfe der Interessenvermengung zum persönlichen Wohl bezichtigt hatten. Der regionale Bezug des Kielers, sein Wissen über die Befindlichkeiten im Inneren des Störche-Nestes sowie seine profunden Kenntnisse im Profifußball prädestinieren ihn angesichts der großen Herausforderungen auf neuem sportlichen Terrain als überaus geeigneten Nachfolger des am 24. März verstorbenen Roland Reime.

Zumindest in der Theorie. Ein Problem liegt indes in der Natur des Menschen. Mit Ralf Becker (Geschäftsführer Sport), Wolfgang Schwenke (kaufmännischer Geschäftsführer) und Schneekloth stehen jetzt drei Alpha-Tiere an der Spitze des operativen Geschäftes. Gelingt es den Vertretern dieses Trios, persönliche Eitelkeiten zu verdrängen, sich gegenseitig zu vertrauen und tatsächlich an einem Strang zu ziehen, dann allerdings hat der Aufsichtsrat optimistisch stimmende Zukunftsweichen gestellt.

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Ein Artikel von
Andreas Geidel
Sportredaktion

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