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Andreas Geidel zur Freistellung Karsten Neitzels

Kommentar Andreas Geidel zur Freistellung Karsten Neitzels

Richtig oder falsch? So einfach lässt sich die Freistellung Karsten Neitzels von seinem Cheftrainer-Posten beim Fußball-Drittligisten Holstein Kiel nicht beantworten. Oder vielleicht doch? Erreichen die Störche ihre selbstgesteckten Ziele (oberes Tabellendrittel), haben die Verantwortlichen um Sportchef Ralf Becker zumindest nichts falsch gemacht.

Kiel. Die Kritik, die von der Konkurrenz entschlüsselte Spielidee Neitzels zeige keine Weiterentwicklung, ist bedingt nachvollziehbar. Das tabellarische Mittelmaß in der Vorsaison und die nur vier Punkte aus vier Spielen in dieser Serie lügen nicht. Und schon gar nicht im Ergebnissport Profifußball. Erschwerend hinzu kam für den ob seiner Unangepasstheit polarisierenden Neitzel das geringe Ansehen im mächtigen Holstein-Aufsichtsrat.

Sportchef Becker hat sich mit seinem konsequenten Handeln zu einem extrem frühen Saisonzeitpunkt selbst unter Druck gesetzt. Soll nicht der Eindruck vom übereilten Aktionismus eines Novizen auf diesem Posten entstehen, müssen in Sachen Neitzel-Nachfolge zügig kluge Taten folgen.

Für die mitunter wenig selbstkritischen KSV-Profis indes schloss am Dienstag eine Wohlfühloase ihre Pforten. Einen „Chef“, der für die großen und kleinen Fehler auf und abseits des Rasens ein derart väterliches Verständnis aufbringt wie der 48-jährige Neitzel, werden sie so schnell nicht mehr bekommen. Vielleicht entpuppt sich aber auch ausgerechnet das als der nächste wichtige Schritt auf dem Weg zu höheren Zielen.

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16. August 2016, kein Tag wie jeder andere für den Fußball-Drittligisten Holstein Kiel. Nach der für Profiverhältnisse langen Zeit von drei Jahren und 46 Tagen als Cheftrainer muss Karsten Neitzel das Nest der mit vier Punkten in vier Spielen mäßig gestarteten Störche zu einem frühen Saisonzeitpunkt verlassen.

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