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Anne Holbach zu Senvion

Kommentar Anne Holbach zu Senvion

n bisschen mehr als einen Monat ist es her, seit Senvion mitgeteilt hat, dass der Windanlagenbauer reihenweise Stellen abbauen will. Gleich an zwei Orten im Land hat die Nachricht eingeschlagen wie eine Bombe: Kahlschlag in Husum und – wenn auch in einem geringeren Ausmaß – Einschnitte in Osterrönfeld.

Die Mitarbeiter zittern seitdem um ihre Zukunft, während das Unternehmen den Dialog schon viel zu lange scheut.

 Bei einem runden Tisch Ende März versammelten sich Politik, Gewerkschafter und Betriebsräte. Die Senvion-Führung blieb den Gesprächen fern. Schon als Anfang April in Husum die Belegschaft gegen die geplante Werksschließung protestierte, kritisierte Ministerpräsident Torsten Albig, dass das Unternehmen wochenlang abgetaucht gewesen sei. Auch gestern machte sich niemand von der Firmenspitze auf den Weg nach Osterrönfeld, um beim Besuch von Wirtschaftsminister Meyer dabei zu sein. Nun ist es natürlich in erster Linie Wahlkampf, wenn Meyer und Albig sich kurz vor dem 7. Mai so intensiv um den Fall bemühen. Das darf Senvion aber nicht als Ausrede geltend machen, um ungemütlichen Fragen der Regierung aus dem Weg zu gehen.

 Die Verhandlungen mit den Betriebsräten sind überfällig. Dann können sich die Senvion-Verantwortlichen nicht mehr wegducken. Das wird auch höchste Zeit, denn die Beschäftigten brauchen endlich Gewissheit, was mit ihren Jobs passiert.

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Ein Artikel von
Anne Holbach
Wirtschaftsredaktion

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