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Anne Holbach zur Transparenzinitiative

Kommentar Anne Holbach zur Transparenzinitiative

Die großen Player wie Aldi, Lidl, Rewe und Edeka beherrschen schon lange den Markt im Lebensmittelhandel und unterbieten sich regelmäßig darin, wer Ware am günstigsten anbietet. Der Markt ist hart umkämpft, und immer mehr kleinere, regionale Händler gehen dabei unter.

Prinzipiell ist es deswegen gut, dass Landeswirtschaftsminister Reinhard Meyer seine schützende Hand über sie halten will. Vielfalt ist für den Verbraucher schließlich meistens besser als Konzentration.

Und doch erscheint der Vorstoß in der aktuellen Situation schon ein wenig absurd: In Berlin sorgt mit Sigmar Gabriel ein SPD-Minister mit seiner Sondererlaubnis für eine Fusion von Edeka und Kaiser’s Tengelmann selbst dafür, dass die Konzentration auf dem Markt noch zunimmt. Und aus Kiel versucht ein anderer Sozialdemokrat gleichzeitig, der Entwicklung entgegenzuwirken. Will hier einer das gut machen, was der Parteikollege durch seinen Eingriff in das Hoheitsgebiet des Bundeskartellamts vermasselt?

Dafür ist der Vorstoß Meyers wohl kaum das richtige Mittel. Den Handelsriesen vorzuschreiben, auf welche Weise sie Nachlässe von den Herstellern erringen dürfen oder nicht, wird die Lage der kleineren Händler nicht verbessern, weil sie in ganz anderen Volumina ordern. Und wer wem warum einen Preisvorteil gewährt, dürfte meistens nicht einwandfrei nachprüfbar sein, es sei denn, man belauscht die Verhandlungen.

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Anne Holbach
Wirtschaftsredaktion

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Aldi & Co
Foto: Die Marktmacht von Aldi & CO soll eingedämmt werden.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) will die Marktmacht der vier führenden Lebensmittelhändler Rewe, Edeka, Aldi und Lidl eindämmen. Aldi, Lidl, Rewe und Edeka beherrschten den Markt zu 85 Prozent.

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