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Anne Steinmetz zu „Pulse of Europe“

Kommentar Anne Steinmetz zu „Pulse of Europe“

Kiel hat ein klares Zeichen für Europa gesetzt: Gut 200 Demonstranten sind am Sonntag zur ersten „Pulse of Europe“-Kundgebung in der Landeshauptstadt gekommen, um sich für die europäischen Werte stark zu machen.

Werte, die in einer Zeit, in der Staaten laut Ungarn, Polen oder Frankreich first rufen, nicht mehr selbstverständlich sind. Stimmen, die die Pro-Europäer übertönen müssen, wenn sie ihre Gemeinschaft erhalten wollen.

 „Pulse of Europe“ ist eine europaweite Bewegung geworden, die sich inzwischen von Frankfurt aus auf mehr als 50 Städte ausgebreitet hat. Eine Bewegung für Europa und gegen die Nationalisten. Ausgerichtet auf die Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland wollen die Anhänger den Sieg der Anti-Europäer Wilders, Le Pen und Petry verhindern. Sie wollen ausdrücklich vor den Wahlen auf die Straße gehen. Das haben die Initiatoren aus dem Brexit-Votum und der Wahl Trumps gelernt: Erst danach aktiv zu werden, ist zu spät.

 Ob diese Strategie aufgeht, wird sich schon am Mittwoch nach der Wahl in den Niederlanden zeigen. Doch schon jetzt haben die Initiatoren einiges erreicht. Denn der „Pulse of Europe“ ist zum Leben erwacht. Die Bewegung rüttelt auf. Sie bringt Europäer dazu, über die Errungenschaften und die Bedeutung des Staatenbundes nachzudenken. Dass Reisefreiheit, eine gemeinsame Währung und Frieden eben nicht selbstverständlich sind, sondern es sich lohnt, dafür zu kämpfen. Sonntag für Sonntag, auch in Kiel.

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Ein Artikel von
Anne Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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„Pulse of Europe“-Kundgebung
Foto: Premiere auf dem Rathausplatz mit 200 Demonstranten: Ab jetzt rufen die Initiatoren jeden Sonntag zur „Pulse of Europe“-Kundgebung auf.

Sie waren gekommen, um Flagge für Europa zu zeigen. Rund 200 Pro-Europäer versammelten sich am frühen Sonntagnachmittag auf dem Rathausplatz, viele schwenkten die europäische Fahne oder hielten blaue Luftballons in den Händen.

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