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Anne Steinmetz zu den Kieler Bädern

Kommentar Anne Steinmetz zu den Kieler Bädern

Dass die Landeshauptstadt den Kieler Spitzensport fördern will, hat spätestens die letzte Ratsversammlung deutlich gemacht. Da überschlugen sich die Politiker aller Fraktionen mit ihren Glückwünschen für den Aufsteiger Holstein Kiel.

Gleichzeitig sind sich alle einig: Vor lauter Freudentaumel darf jetzt nicht der Breitensport auf der Strecke bleiben. Auch hier muss investiert werden.

 Ob das gelingt, wird sich auch am Schicksal der Kieler Bäder entscheiden. Alle noch bestehenden Frei- und Hallenbädern sind alt und müssen dringend saniert werden. Jahrelang wurde nichts getan, und das Hörn-Bad ist noch nicht eröffnet. Sportdezernent Gerwin Stöcken hat versprochen, das Problem in Angriff zu nehmen. Mit der Sanierung des Eiderbads Hammer hat er nun zumindest ein bisschen geliefert. Das idyllischste der Kieler Freibäder wurde für die kommenden Jahrzehnte fit gemacht. Wesentlich schwieriger wird es, eine Lösung für Katzheide zu finden, die auf breite Zustimmung stößt. Stöcken hat auch hier bereits Pläne. Nun muss er die Gremien überzeugen.

 Und dann steht noch Schilksee auf Stöckens To-Do-Liste. Die ehemalige Olympiasporthalle ist „im letzten Quartal ihres Lebenszyklus angelangt“, wie die Stadt selbst analysiert. Maximal fünf Jahre kann sie noch durchhalten. Es bleibt also viel zu tun in der Kieler Bäderlandschaft, die das beste Beispiel für eine gelungene Balance zwischen Breitensport und Spitzensport sein kann.

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