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Bastian Modrow zu den Problemen der Retter auf der A7

Kommentar Bastian Modrow zu den Problemen der Retter auf der A7

In den kommenden drei Jahren heißt es Daumendrücken! Für Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei, dass sie bei Unfällen auf der Autobahn 7 stets rechtzeitig vor Ort sein können, um möglichen Opfern Hilfe zu leisten und um Schlimmeres zu verhindern.

Unstrittig ist, dass Bauherr, Behörden und Blaulicht-Organisatoren im Vorfeld alles Menschenmögliche getan haben, mit einem Einsatzkonzept für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Dass aber selbst der beste Plan Schwachstellen haben kann, hat der Motorradunfall am vergangenen Wochenende gezeigt. Helfer standen im Stau, gelangten erst mit großer Verzögerung an den Einsatzort. Nicht auszudenken, was bei einer eingeklemmten Person in einem brennenden Fahrzeug passiert wäre. Dass die Probleme nun untersucht und zusätzliche Rettungswege gesucht werden sollen, ist richtig und zeigt, dass sich alle Beteiligten ihrer Verantwortung für die Verkehrsteilnehmer bewusst sind.

Was allerdings fehlt, ist die notwendige Rechtssicherheit für die nicht selten ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Hilfe ist an zeitliche Fristen gebunden. Zehn, maximal 15 Minuten haben Feuerwehren und Rettungsdienste, um an den Einsatzort zu gelangen. Andernfalls müssen Feuerwehrleute und Sanitäter damit rechnen, von Unfallbeteiligten verklagt zu werden. Entsprechende Fälle hat es bundesweit bereits gegeben. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, Rettern juristisch den Rücken freizuhalten. Hilfsbereitschaft darf nicht bestraft werden.

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Kiel
Foto: Keine Chance für die Retter: Nach einem Verkehrsunfall innerhalb der A7-Baustelle nahe Bordesholm konnten Feuerwehr und Krankenwagen am Wochenende nur mit großen Mühen zu einem verletzten Motorradfahrer gelangen. Die Fahrstreifen waren zu eng, um eine Rettungsgasse zu bilden.

Kein Platz für die Rettungsgasse: Die Baustellen auf der Autobahn 7 werden bei Unfällen und Autopannen zum gewaltigen Problem für die Rettungsdienste. Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge bleiben im Stau stecken. Ein spezielles Rettungskonzept für die A7 soll jetzt für Entspannung sorgen.

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