4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Bastian Modrow zum Tourismus

Kommentar Bastian Modrow zum Tourismus

Schleswig-Holstein wirbt von Jahr zu Jahr erfolgreicher für sich als Urlaubsregion zwischen Nord- und Ostsee. Die Buchungszahlen steigen angesichts millionenschwerer Investitionen in den Tourismusorten.

Begünstigt wird der Trend durch weltpolitische Faktoren: In Zeiten terroristischer Anschläge und politisch unkalkulierbarer Zustände in Urlaubsdestinationen im Ausland gehen viele Erholungssuchende auf Nummer Sicher und bleiben in heimischen Gefilden.

 Die Krux: Die Tourismusbranche im Land profitiert vom Boom nicht überall gleich stark. Während an den Küsten gejubelt wird, hat das Land zwischen den Meeren das Nachsehen. Dort ist neben einem gezielten Binnen-Marketing dringend mehr politisches Engagement vonnöten. Der von Hotels und Gaststätten beklagte Fachkräftemangel dokumentiert die Misere eindrucksvoll, in der viele Betriebe in ländlichen Regionen stecken. Fordert der Interessenverband nun flexiblere Arbeitszeitregelungen und staatliche Förderungen, sind diese Vorstöße zu prüfen und zu verfolgen.

 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen im Hinterland müssen dringend verbessert werden. Dabei gilt es, keine Zeit zu verlieren: Wenn binnen weniger Jahre fast ein Zehntel aller Hotels und Gasthäuser im ländlichen Schleswig-Holstein aufgeben muss, sollte dies Alarmsignal genug sein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus KN-Kommentare 2/3