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Bastian Modrow zur Landespolizei-Software

Kommentar Bastian Modrow zur Landespolizei-Software

Die Landespolizei will mit einer speziellen Software künftig per Computer voraussagen, wo kriminelle Einbrecherbanden im Land zuschlagen könnten. Das klingt erst einmal nach Science Fiction, nach einem utopischen Vorhaben und – angesichts geplanter Projektkosten von 100000 Euro – nach aus dem Fenster geworfenem Geld.

Kiel. Doch all das ist es nicht: Im anglo-amerikanischen Bereich werden entsprechende Programme seit Jahren erfolgreich genutzt. Auch die Schweiz und einige Bundesländer arbeiten bereits mit der neuen Technik. „Precobs“ heißt die Software, mit der die Polizei in Bayern bereits nennenswerte Erfolge gegen organisierte Einbrecherbanden vermelden konnte.

 Dass Schleswig-Holstein nun ebenfalls auf „Predictive Policing“ setzen will, kann nur richtig sein. Gleich, welche Statistik die Verantwortlichen in Polizeiführung und Innenministerium auch gerade präferieren, die aktuellen Fallzahlen sind weiterhin zu hoch, die Aufklärungsquote desaströs. Von daher neue Methoden begrüßenswert, das Problem endlich in den Griff zu bekommen.

 Was bleibt, ist die Frage, weshalb die Projektverantwortlichen nicht auf bestehende Software-Lösungen zurückgreifen, sondern auf eigene Entwicklungen setzen wollen. Eine schlüssige Begründung dafür fehlt noch. Grundsätzlich gilt es, keine Zeit zu verlieren, denn kaum ein anderes Verbrechensfeld beeinflusst das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung so sehr wie Einbruchsdiebstahl.

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FH-Kiel-Kooperation
Foto: Das neue Projekt soll auch die Prävention bei Einbrüchen verbessern.

Im Kampf gegen professionelle Einbrecherbanden will das Landeskriminalamt neue Wege gehen: Vorzugsweise mit der FH Kiel soll ein Pilotprojekt gestartet werden. Ziel ist es, mit einer Computersoftware die Wahrscheinlichkeit für Straftaten zu berechnen und eine Prognose für regionale Risikobereiche zu erstellen.

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