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Carola Jeschke zur KVG

Kommentar Carola Jeschke zur KVG

Zugegeben, das Problem ist nicht neu. Überfüllte Busse zu Stoßzeiten, besonders in der kalten Jahreszeit, sind leider an der Tagesordnung. Und natürlich könnte man sagen, es gibt derzeit wichtigere Probleme in unserer Stadt als Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr oder druckvolle Enge auf dem Weg zur Schule.

Doch wie sehr das tägliche Desaster im Bus die Menschen beschäftigt, zeigen nicht nur die vielen Beschwerden von genervten Fahrgästen, sondern auch die Aussagen besorgter Eltern, die nicht sicher sein können, wie und wann ihre Kinder die Schule erreichen.

 Der Bus als Angstraum? Soweit darf es nicht kommen. Die KVG als Dienstleister muss die Sorgen ihrer Kunden ernst nehmen und entsprechend reagieren. Und das heißt nicht, gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass jetzt mal wieder die Fahrgäste gezählt werden. Manchmal wäre auch eine ehrliche Antwort die bessere.

 Es gibt zu wenige Busse? Warum ist das so, wenn doch die Fahrgastzahlen in den letzten zwei Jahren nicht deutlich gestiegen sind? Mit nachvollziehbaren Antworten vom Beschwerdemanagement ist frustrierten Kunden mehr gedient als mit Hinhaltetaktik – auch wenn die Situation dadurch nicht sofort gelöst werden kann. Und manchmal geht eben doch noch was, wie jetzt in Neumeimersdorf. Ab Mittwoch sammelt dort der große Gelenkbus frühmorgens die Schüler auf. Ob das reicht, wird sich zeigen. Aber zunächst ist es ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

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Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

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KVG will nachzählen
Foto: An dieser Bushaltestelle haben sich Tanja, Bente und Gunnar Haß schon oft geärgert. Ab heute setzt die KVG zumindest frühmorgens in Neumeimersorf einen großen Gelenkbus ein.

In vielen Kieler Stadtteilen gibt es zunehmend Probleme mit überfüllten Bussen. Immer mehr Eltern klagen darüber, dass ihre Kinder zu den Stoßzeiten an den Haltestellen zurückbleiben oder auf ungünstige Linien ausweichen müssen.

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