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Christian Hiersemenzel zu Kitabeiträgen

Kommentar Christian Hiersemenzel zu Kitabeiträgen

80 Millionen Euro für mehr Bildungsqualität in Krippen und Kindergärten, 20 Millionen Euro zur Entlastung von Eltern, aber bitte zielgerichtet für Familien, die es wirklich nötig haben.

 Mit ihrem Konzept tauchen die Grünen kurz vor der Wahl aus dem Einheitsbrei der Koalition wieder auf und stellen klar, was sie vom pauschal ausgezahlten 100-Euro-Krippengeld der SPD halten: nicht viel.

So direkt sagt das der Junior-Partner den aktuell wieder kraftstrotzenden SPD-Granden natürlich nicht – schon gar nicht im Landtag, wo man sich trotz einer CDU-Steilvorlage nicht von der pauschalen Unterstützung distanzieren mochte. Mit ihrem Papier indes, das Spitzenkandidatin Monika Heinold und Bildungsexpertin Anke Erdmann vorgelegt haben, machen sich die Grünen für den anderen großen Bündnispartner durchaus attraktiv. Die Union wäre einer Liaison nicht abgeneigt.

Ob es in der nächsten Legislatur gelingt, den Streit um die immer teurere Kita-Finanzierung zu beenden, dürfte auch vom Gelingen einer Reform abhängen. Plätze im Kindergarten werden gänzlich anders berechnet als im Krippenbereich, und dort wird wiederum unterschieden, ob ein Platz vor oder nach dem 1. März 2009 geschaffen wurde. Wer soll da noch durchblicken? Parallelen zur verzwickten Landesgeschichte drängen sich unwillkürlich auf. Klar ist: Die Grünen drängen auf eine drastische Vereinfachung des Systems im Schulterschluss mit den Kommunen. Auch das fände die CDU richtig klasse.

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Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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