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Christian Hiersemenzel zu Stefan Studt

Kommentar Christian Hiersemenzel zu Stefan Studt

Die Opposition im Landeshaus blieb am Montag auffällig still. Innenminister Stefan Studt hat in der Flüchtlingskrise bewiesen, dass er über Managerqualitäten verfügt und seine Kontaktstörungen zur Polizei überwunden hat.

Kaum eine Woche verging, in der der Ressortchef nicht an der Seite von Polizeidirektoren den aktuellen Stand verkündete – sei es zu den neuen Zahlen, zu albanischen Einbrecherbanden unter dem Deckmantel von Asylsuchenden oder zur Notwendigkeit neuer Erstaufnahmen auf dem flachen Land. Natürlich passieren in solchen Ausnahmezeiten Fehler, und natürlich musste manche Entscheidung so kurzfristig gefällt werden, dass sich mancher Bürgermeister überfahren fühlte. Doch das Chaos blieb auf wundersame Weise aus.

Die Landespolizei beim Aufbau von Erstaufnahmen einzubeziehen, erwies sich aus gleich mehreren Gründen als kluger Schachzug. Zum einen sorgen die Beamten mit ihrer sofort eingeplanten Präsenz in den Einrichtungen für Sicherheit und Ruhe. Das ist bei Menschen, die vor Willkür und Terror geflohen sind und auf ihrem Weg Schlimmes erleben mussten, nicht zu unterschätzen. Zum anderen gelang es Studt durch die gemeinsame Aufgabe jedoch auch, die Fronten zu schließen und mit der Polizei wieder gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Der SPD-Minister geht aus dem Jahr der Krise gestärkt hervor. Wer hätte das gedacht?!

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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Flüchtlinge in Schleswig-Holstein
Foto: Bis Ende 2015 werden mehr als 50.000 Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein gekommen sein.

Immer wieder hatte die Regierung die Zahlen korrigiert, am Montag legte sich Innenminister Stefan Studt (SPD) fest: Bis Ende 2015 werden mehr als 50.000 Flüchtlinge nach Schleswig-Holstein gekommen sein. 26.800 Menschen wurden bisher an die Kreise und kreisfreien Städte verteilt.

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