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Christian Hiersemenzel zu den Schulassistenten

Kommentar Christian Hiersemenzel zu den Schulassistenten

Kehrt jetzt Ruhe ein? Nach monatelangem Hickhack mit den Kreisen um die Trägerschaft, ausgetragen auf dem Rücken von Kindern und Eltern, hat Britta Ernst den Knoten durchgeschlagen. Sie setzt ihr wichtigstes Inklusionsprojekt der laufenden Legislatur um: Mit halbjähriger Verspätung treten Schleswig-Holsteins neue Schulassistenten ihren Dienst an.

Es wurde höchste Zeit – auch für die Ministerin. Nach der glücklosen Waltraud Wende war Ernst zum Erfolg verdammt, um ihre Position in der Regierung zu festigen. Das scheint jetzt gelungen.

Die Bezahlung ist geklärt, das pädagogische Konzept ebenfalls, und geeignete Bewerber wurden schnell gefunden. Dass es wieder einmal fast nur Frauen sind, die für die Kinder an den Grundschulen zuständig sein werden, ist ganz klar ein Schönheitsfehler. Gab es wirklich keine guten Männer, die für die Jungen als Bezugsperson so wichtig wären? Die Opposition indes hatte es am Dienstag schwer, triftige Kritikpunkte zu benennen. Jede Kraft, die inner- und außerhalb des Unterrichts mit anpackt, um das zerbrechliche Gebilde Inklusion behutsam entstehen zu lassen, ist an den Schulen ein Gewinn. Neidvoll schauen Pädagogen aus anderen Bundesländern nach Schleswig-Holstein, weil Assistenten mit ihrer Aufmerksamkeit bewirken können, dass Schulerfolg gelingt. In einem Jahr will die Ministerin ein erstes Resümee ziehen. Und dann hoffentlich für die Klassen 5 bis 10 an einem Folgeprojekt zimmern.

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Christian Hiersemenzel
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Foto: Mit insgesamt 542 Schulischen Assistenzen will Schleswig-Holstein das gemeinsame Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern an allen Grundschulen in dem Bundesland verbessern.

Vielfalt statt Ausgrenzung: An Schleswig-Holsteins Grundschulen nehmen in diesen Wochen 342 Schulassistenten ihren Dienst auf.

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