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Christian Hiersemenzel zum 24-Stunden-Kita-Vorschlag

Kommentar Christian Hiersemenzel zum 24-Stunden-Kita-Vorschlag

Moment mal: Stammt dieser Vorstoß wirklich von der CDU? Zumindest die Landtagsfraktion vollzieht bei der Kinderbetreuung den Wandel zur modernen Volkspartei, ganz frei von ideologischen Verkrustungen und dem Ruf nach Herdprämien.

Dass die Regierungsfraktionen von SPD, Grünen und SSW dazu nicht lautstark applaudieren, ist eher der parlamentarischen Hackordnung geschuldet als einem inhaltlichen Dissens. Bundesfamilienministerin Schwesig von der SPD macht gerade deutlich, wie sie sich Kindergärten der Zukunft vorstellt: so arbeitnehmerfreundlich und flexibel wie möglich.

Ja, der Bedarf nach Einrichtungen, die auch nachts geöffnet haben, dürfte auf dem Lande gering ausfallen. In Städten wie Kiel und Lübeck mit ihren großen Krankenhäusern und Betrieben dagegen könnte es eine Nachfrage geben. Zwar hält die Kieler Uniklinik eine Kita vor, die zwischen 5.45 und 21 Uhr geöffnet hat. Nachtschwestern und -ärzte bleiben aber weiterhin auf Lebenspartner und Familienangehörige angewiesen, sofern sie nicht ganz auf private Anbieter ausweichen. Dass sich Flensburg mit seinem Kindergarten Adelby 1 und der betriebseigenen Kita im Diakonissenkrankenhaus zum Vorreiter entwickelt, ist eine Besonderheit.

Auch wenn es die Kommunen sind, die für Kinderbetreuung zuständig sind, ist doch der Landtag politischer Impulsgeber. Möge das auf die CDU-Vertreter in Gemeindevertretungen und Ratsversammlungen abfärben.

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Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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