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Christian Hiersemenzel zur SPD

Kommentar Christian Hiersemenzel zur SPD

Sie ist wieder da: die kampfeslustige, streitbare SPD. Wenn am Wochenende mit dem Lübecker Parteitag eine Strategie aufgegangen ist, dann diese: Die Genossen glauben wieder an sich selbst – und daran, am 7. Mai aus der Landtagswahl als stärkste Partei hervorzugehen.

Besser hätten es Strategen kaum skripten können: Erst holt Landeschef Ralf Stegner mit knapp 92 Prozent ein Traumergebnis, dann legt Ministerpräsident Torsten Albig mit 98,4 Prozent noch einen drauf, Malu Dreyer bringt jede Menge Sonne in den Norden, und dann stellt sich auch noch mit Martin Schulz ein neuer Hoffnungsträger an die Spitze der Bundes-SPD. Mehr geht nicht!

 Bei den Grünen in Neumünster sieht es kaum schlechter aus, auch wenn es dort mit der gescheiterten Bewerbung von Parteichefin Ruth Kastner um ein Landtagsmandat einen Wermutstropfen gab. Die Partei besann sich personell auf ihr Selbstverständnis als öko-soziale, im Kern linke Partei. Wenn es stimmen sollte, dass der Wähler nichts mehr als Kontinuität und Verlässlichkeit schätzt, dann haben SPD und Grüne alles richtig gemacht.

 Am nächsten Wochenende muss die CDU beweisen, dass sie in der Lage ist nachzuziehen. Für Parteichef Daniel Günther kommt es zur ersten Stunde der Wahrheit. Sein Ziel wird es sein, mit der offiziellen Nominierung zum Spitzenkandidaten seine 81,3 Prozent Zustimmung vom Herbst zu übertreffen.

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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