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Christian Hiersemenzel zur SPD

Kommentar Christian Hiersemenzel zur SPD

Auf SPD-Chef Ralf Stegner kommt in den nächsten ein bis zwei Jahren die undankbare Aufgabe zu, einen neuen Spitzenkandidaten aufzubauen.

Das wird schwer. Dieser oder diese würde in der gebeutelten Nord-Partei mehr und mehr das Sagen haben und möglicherweise eines Tages den Parteiboss vom Sockel stoßen. Eine charismatische, bestens vernetzte Hoffnungsfigur, gefördert, vielleicht sogar gefunden von Stegner selbst: Wie soll das gehen?

 Es muss. Sonst droht doch eine Palastrevolution. Wenn das politische Gesetz stimmt, dass Menschen Themen transportieren, und wenn richtig ist, dass Schleswig-Holsteins Wähler zwar die Programmatik der SPD sympathisch finden, mit dem Spitzenkandidaten aber zuletzt ihre Probleme hatten, müssen die Genossen nicht nur an neuen Ideen arbeiten, sondern unverbrauchten Kandidaten eine Chance geben, wenn sie wieder Wahlen gewinnen wollen. Vielleicht gelingt das in der neuen Legislatur innerhalb der Fraktion, die Stegner zuletzt mit spürbarem Machtwillen geführt hat. Vielleicht auch mit dem neuen Nachwuchsprogramm für 50 junge Männer und Frauen. Wahrscheinlicher ist, dass diese Persönlichkeit in einem der städtischen Kreisverbände heranreift. Das mächtige Kiel wurde von Stegner bislang links liegen gelassen. Das war ein Fehler.

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Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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SPD
Foto: Sucht nach Erklärungen für die Wahlschlappe: SPD-Landeschef Ralf Stegner.

Fünf Wochen nach der Landtagswahl hat die Nord-SPD bei einem Treffen in Neumünster die Gründe für ihre Wahlniederlage analysiert. Dabei blieb das Donnerwetter für Parteichef Ralf Stegner weitgehend aus. Eine wichtige Erkenntnis: Die Frauen kehrten der Partei den Rücken.

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