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Christian Hiersemenzel zur Wahlumfrage

Kommentar Christian Hiersemenzel zur Wahlumfrage

Von Wechselstimmung kann in Schleswig-Holstein keine Rede sein. Auch nicht nach der aktuellen NDR-Umfrage, zweieinhalb Wochen vor dem Tag der Wahrheit. Und doch machen die Zahlen der Meinungsforscher von Infratest dimap deutlich, wie schnell sich das Blatt wenden könnte.

Mancher Beobachter hatte den CDU-Herausforderer nach dem Absturz seiner Partei auf 27 Prozent längst abgeschrieben. Jetzt kann sich Daniel Günther an den Amtsinhaber Torsten Albig gefährlich nah heranrobben. Zumal die Euphorie um SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nachgelassen hat und die beiden Nord-Kontrahenten endlich im Rededuell aufeinandertreffen: am Sonntag im Hörfunk, am Dienstag im NDR-Fernsehen. Dort könnte der schlagfertige Günther wichtige Punkte sammeln.

 Allein: Eine Regierungsbildung erscheint für die CDU unter den aktuellen Voraussetzungen, wie sie die neue Umfrage zeichnet, äußerst unrealistisch. Sollte das Ergebnis am 7. Mai nicht für den Fortbestand der rot-grün-blauen Koalition reichen, scheint eine Ampel unter SPD-Führung weitaus wahrscheinlicher zu sein als eine Jamaika-Koalition unter CDU-Regentschaft. Nicht nur die Grünen, sondern auch die Liberalen signalisieren mehr oder weniger durch die Blume, wie sehr ihnen an einer Ampel gelegen wäre.

 Und dann ist da noch die AfD. Dass sich nach den Zerwürfnissen auf Landesebene nun auch der Bundesvorstand selbst zerlegt, könnte ihren Einzug in den Landtag akut gefährden. So schnell kann’s gehen.

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Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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Neue Umfrage
Foto: Eine neue Umfrage sieht die SPD vor der Landtagswahl weiter vorne, die CDU holt aber auf.

Es bleibt ein enges Rennen bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Eine neue Umfrage im Auftrag des NDR sieht weiter eine Mehrheit für die Regierung Albig. Die CDU holt aber auf die SPD auf. Eng wird es demnach für eine andere Partei.

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