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Christian Longardt zu Minister Studt

Kommentar Christian Longardt zu Minister Studt

Das ist doch mal eine originelle Begründung für die Zwangsversetzung eines leitenden Mitarbeiters. Eine fürsorglich gemeinte Personalentwicklungsmaßnahme war es also, die den Chef der Landespolizeischule seinen Posten kostete.

Die Mär von der „regelmäßigen Rotation von Behördenleitern“ mochte Stefan Studt der Öffentlichkeit am Dienstag dann doch nicht mehr auftischen, stattdessen diese späte Erklärung: Jürgen Funk habe gehen müssen, weil er ihm negative Schlagzeilen ersparen wollte. Rührend, wie sich Studt um das Wohlergehen seiner Top-Leute kümmert.

Natürlich kann der Polizeiminister zu dem Schluss kommen, nach der Whatsapp-Affäre und der Panne bei der Anwärter-Auswahl sei in Eutin ein personeller Neustart nötig. Warum aber hat Studt nicht das Kreuz und sagt dies einfach? Stattdessen lässt er tagelang die alberne Rotationserklärung im Raume stehen und nimmt damit in Kauf, dass Opposition und Öffentlichkeit ihm selbst und der Polizeiführung nachsagen, es mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen.

Vom Flüchtlingserlass bis zur dubiosen Funk-Absetzung – der Innenminister hat in diesem Jahr immer wieder Anlass gegeben, an seiner Eignung für dieses anspruchsvolle Amt zu zweifeln. Ministerpräsident Torsten Albig sollte darüber nachdenken, was eigentlich für seinen Mitarbeiter Studt besser wäre: die Job-Rotation oder vielleicht eine andere fürsorgliche Maßnahme.

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Christian Longardt
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