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Christian Longardt zum Vorwurf gegen das LKA

Kommentar Christian Longardt zum Vorwurf gegen das LKA

Niemand durfte erwarten, dass die Versammlung der Polizei-Führungskräfte bei der Aufklärung der Rocker-Affäre entscheidend weiterhelfen würde. So blieb es bei dem Hinweis, die Vorwürfe gegen Landespolizeidirektor und Soko-Chef seien schon hinreichend geprüft worden.

Ob sich Höhs und Co. einer Straftat schuldig gemacht haben, als sie die Dokumentation einer Rocker-Aussage zu verhindern suchten, beleuchtete seinerzeit die Staatsanwaltschaft Kiel. Jene Behörde, die selbst die Ermittlungen in dem Neumünsteraner Bandido-Fall führte und sich eng mit der LKA-Spitze ausgetauscht hatte. Sieht so eine unabhängige Untersuchung aus? Der Vorwurf an das LKA Kiel, eben nicht alle Erkenntnisse der Anklagebehörde und später dem Gericht vorgelegt zu haben, steht also trotz der von Jörg Muhlack gezündeten Nebelkerzen weiter im Raum.

 Der Chef der Polizeiabteilung hat einen enorm wichtigen Job. Was ein Innenminister erfährt oder nicht erfährt, entscheidet seit Jahren Muhlack. So war es auch bei der Soko Rocker. Muhlack wird noch erklären müssen, warum der sehr eindeutige Rat der Mobbing-Ermittler zu weiteren Untersuchungen im Ministerium damals verworfen wurde.

 Strafrechtliche Aspekte prüfen nun Lübecker Staatsanwälte, sie wollen dies zu Recht ohne Eile tun. Die ist nach sieben Jahren auch nicht mehr nötig. Vielleicht spielt der Faktor Zeit tatsächlich Höhs in die Karten – nicht auszuschließen, dass eine strafbare Handlung aus 2010 schon verjährt ist.

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