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Christian Longardt zur Kölner Polizei

Kommentar Christian Longardt zur Kölner Polizei

Die ungeheuerlichen Ereignisse von Köln haben die Polizei überrascht, das darf als gesichert gelten. Insofern gab es in den vergangenen Tagen viel Verständnis für die Überforderung der Ordnungshüter in den dramatischen Stunden, schließlich hat es ein derart massenhaftes Einkreisen und Bedrängen von weiblichen Opfern in Deutschland zuvor noch nie gegeben.

Der stetige Personalabbau, dazu das Durcheinander der Nacht – so ließ sich sogar die absurde Mitteilung von Neujahr, die Nacht sei ganz friedlich und entspannt verlaufen, der Öffentlichkeit noch als Betriebsunfall verkaufen. Inzwischen aber mehren sich die Hinweise, dass die Polizeiführung in Köln uns Bürger systematisch hinters Licht geführt hat.

Früher als bisher zugegeben wusste man offenbar sehr genau, was sich da vor dem Hauptbahnhof abgespielt hat – das aufgetauchte Einsatzprotokoll spricht Bände. Wenn es außerdem stimmt, dass der Dienstgruppenleiter die Herkunft der Verdächtigen verheimlichte, weil es Asylbewerber waren und ihm dies politisch zu heikel erschien, wäre das ein Skandal; zudem Wasser auf die Mühlen all jener, die den Sicherheitsbehörden – auch hier in Schleswig-Holstein – schon seit Monaten eine Beschönigung der Lage vorwerfen. Kölns Polizei sollte endlich mit der Wahrheit herausrücken. Ihr Präsident ist bereits jetzt nicht mehr zu halten.

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Übergriffe in Köln
Foto: Ein internes Protokoll der Bundespolizei, das am Mittwoch öffentlich wurde, zeichnet ein schockierendes Bild von den Vorgängen in Köln.

Der Kölner Polizeiführung war offenbar schon in der Silvesternacht klar, dass es sich bei den jungen Männern, die Frauen sexuell bedrängten und ausraubten, um Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan handelte, die erst seit kurzem in Deutschland leben.

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