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Cornelia Müller zu Green Screen

Kommentar Cornelia Müller zu Green Screen

Einmal mehr steht am Ende des Internationalen Naturfilm-Festivals Green Screen in Eckernförde große Euphorie. Die offizielle Bilanz ist noch gar nicht gezogen, aber so viel lässt sich schon sagen: Filmemacher wie Publikum hatten Spaß, haben neue Kontakte geknüpft, kamen nicht aus dem Staunen heraus, wie Natur mit ausgefeilten Mitteln auf die Leinwand gebracht werden kann.

Eckernförde. Ehrfurcht vor der Schönheit der Natur und der Schrecken angesichts der Bedrohung unserer Umwelt, die an Flora und Fauna jeden Tag ärmer wird, liegen nahe beieinander. Für beides gibt das Festival Raum. Dass das Publikum lieber die schönen Bilder sieht, über putziges Tierverhalten schmunzelt oder majestätische Landschaften bewundert, überrascht nicht. Dennoch waren auch Filme, die das Ausmaß der Umweltzerstörung und die Auswirkungen des Klimawandels zum Thema machen, diesmal gut gebucht.

Gerade gut aufbereitete Wissenschaftsfilme helfen auch dem Laien, die Zusammenhänge zu verstehen. Die Beiträge über die Antarktis und die Versauerung der Meere dürften vielen Zuschauern auch deutlicher gemacht haben, dass die dringend notwendige Forschung in vielerlei Hinsicht erst am Beginn steht. Sie braucht sehr viel Zeit. Und Geldgeber für Untersuchungen mit niederschmetterndem Ergebnis finden sich nicht ohne weiteres. Ein Event wie Green Screen hat nicht nur Zauber. Es klärt auch auf. Das Festival in Eckernförde ist längst nicht mehr klein. Seine Mission hat Größe.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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Green-Screen-Preise
Foto: Chefredakteur Christian Longardt überreichte den von den Kieler Nachrichten gestifteten Preis (beste Story) für „Tiermythen - Im Auge des Löwen" an die Regisseurin Angela Graas-Castor (Mitte), hier mit Dunja Engelbrecht aus ihrem Team.

Mehr Internationalität geht nicht in zehn Jahren: Filmemacher aus 81 Nationen hat Eckernförde gesehen. 160000 Zuschauer hat das Naturfilmfestival Green Screen in den Bann von Wildnis wie gequälter Natur gezogen – siebenmal mehr als das Städtchen Einwohner hat. Am Sonntag war Finale.

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