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Dieter Wonka zu den Flüchtlingen

Kommentar Dieter Wonka zu den Flüchtlingen

Wieder einmal bewährt sich die SPD als Angela Merkels treue Helferin für Deutschland in der Not. 2008 drängte SPD-Finanzminister Peer Steinbrück auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise auf eine gefühlige Botschaft der Kanzlerin. Heraus kam die fünfjährige Kontengarantie für alle bundesdeutschen Sparer.

Dieses Mal sorgte SPD-Vizekanzler Gabriel im sächsischen Heidenau und mit der umfassenden Problembeschreibung dafür, dass die Kanzlerin instinktsicher Empathie und Verantwortung zeigt. Im Ergebnis ist Deutschland dabei, sich radikal zu verändern. Die wirtschaftliche Kraft und die europäische Führungsrolle ist um eine beeindruckende moralische Größe ergänzt worden. Nicht nur das Ausland blickt überrascht auf dieses neue Deutschland. Wir Bundesbürger sind plötzlich stolz auf uns selbst. CDU, SPD, Grüne und Linke finden die richtigen Worte zur richtigen Zeit. Wo früher ideologische Streitereien ausbrachen, herrscht nun die verbindende Überzeugung, dass am Ende dieser Flüchtlingswelle eine riesengroße Chance eröffnet. Im Ergebnis werden die jetzt notwendigen finanziellen und sozialen Anstrengungen mit Zins und Zinseszins zurückgezahlt – auf dem Arbeitsmarkt, bei den Sozialsystemen und auch in der Rente.

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Assad Jafa aus Syrien freut sich gemeinsam mit seiner Frau in einer Notunterkunft in Stern-Buchholz bei Schwerin über die ersten angebotenen Hilfspakete.

Kaum geschnürt, schon zu klein? Trotz der neuen Milliarden rechnet die Kanzlerin mit erheblich höheren Kosten für die Flüchtlingsversorgung im kommenden Jahr. Das Geld reicht bereits jetzt nicht aus, warnen maßgebliche Länder.

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